Rapspflanze


Der aus dem östlichen Mittelmeerraum stammende Raps gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und wird der Gattung Kohl zugerechnet. Die Bezeichnung ist eine Abkürzung des niederdeutschen rapsād, was ursprünglich ‘Rübsamen’ bedeutet. Die Pflanze wird auch Reps oder Lewat genannt.

Zu differenzieren sind unterschiedliche Rapssorten, und zwar der konventionelle Raps vom HOLL-Raps (High Oleic, Low Linolenic). Zweitgenannte Sorte ist eine natürliche Züchtung, deren Öl besonders hitzebeständig ist.

Die Brassicia napus, so die lateinische Namensgebung der Wissenschaft für Raps, besitzt blaugrüne Blätter und wächst von September bis Juli. Zur Blütezeit (April-Mai) lassen die leuchtend gelben Blüten die Felder allüberall erstrahlen. Das Rapsöl wird mittels Pressung der ölhaltigen Samen gewonnen. Diese Samen finden sich in den Schoten, die sich wiederum nach der Befruchtung bilden.

Insgesamt wurden in der Schweiz 2018 91'120 Tonnen (davon ca. 31% die Sorte HOLL) geerntet, was den Raps zum wichtigsten heimischen Speiseöllieferanten kürt. Die Anbaufläche umfasste 2018 24'000 Hektare, Tendenz steigend. Von allen verspeisten Pflanzenölen in der Schweiz (2014) wurde ein Viertel im wahrsten Sinne des Wortes dem ausgepresst.

 

(Ausgewählte) Quellen:

https://www.landwirtschaft.ch/wissen/pflanzen/rapsanbau/

https://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/ackerbau/mehr-rapsflaeche-dank-zweifel-41019.html